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Tel.: 07906 - 8035 | E-Mail: oekokiste@hof-engelhardt.de

Interview Matz Messerschmidt

Kurze Vorstellung deiner Person…( Lebensweg / Motivation / Bezug zur Region / Faible für Geschmack und Qualität ….)

Mein Name ist Matz Messerschmidt. Ich bin ein Hohenloher Gewächs, aufgewachsen in Waldenburg und mit einigen Zwischenstationen in Schwäbisch Hall sesshaft und mit meiner Familie glücklich geworden.
Nach erfolgreichem Studium in München mit Diplomabschluss als Marketingmanager war ich drei Jahre in einem bekannten Schwäbisch Haller Unternehmen tätig, bevor ich mich 1999 mit einer Agentur für Marketing und Werbung selbstständig machte. Begleitend hierzu habe ich im Jahr 2000 mit Freunden ein Gastro-Unternehmen gegründet. Die Gastronomie hatte mich dann spätestens 2002 nach Eröffnung des zweiten Betriebes in seinen Bann gezogen. Im Jahr 2007 hat sich die Gesellschaft aufgelöst. Fortan hatte ich als Einzelunternehmen einen Betrieb zu führen, dem Anfang 2008 ein Zweiter folgen sollte.
Ende 2018 habe mein gastronomisches Engagement beendet, um zur Ruhe zu kommen und mich neuen Aufgaben zu öffnen.
Meine Liebe zu unserer Region und Heimat, die Vielfältigkeit der hier vorhandenen, genussvollen, hochwertigen und häufig ökologischen Produkte machen es mir leicht, meinem inneren Drang nach Genuss, Geschmack und Qualität nachzukommen.

Matz, für dich persönlich: Was bedeutet Genuss?

Im Grunde drücken unsere französischen Nachbarn das völlig zutreffend aus, mit: „savoir vivre“!
Genau das bedeutet für mich Genuss mit allen Facetten: sich fallen lassen, zur Ruhe kommen, geerdet sein… und dann der Moment, wenn die Sinne Sehen, Riechen, Schmecken zum Einsatz kommen dürfen und den vor einem stehenden Wein oder den liebevoll angerichteten Teller erfassen und der Körper alle einzelnen Charaktereigenschaften des Dargebotenen in sich aufnimmt.
Aber auch ein einfacher Apfel, die frischen Erdbeeren, die knackige Karotte oder die saftige Tomate aus heimischem, ökologischen  Anbau, aus der Hand in den Mund, direkt beim Erzeuger oder am Marktstand bereiten Glücksmomente.
Das ist Genuss – das ist Leben!

Was hat dich dazu veranlasst, dichfür den Hof Engelhardt als Genussbeauftragter auf den Weg zu machen und in der Region für Geschmack und Qualität der Hoferzeugnisse zu werben?

Ich habe in meinem letzten gastronomischen Betrieb über viele Jahre hinweg vorwiegend heimische Produkte und viele Bio-Produkte verarbeitet und angeboten. Am auffälligsten dabei waren die Gemüseprodukte – vor allem der Salat – vom Hof Engelhardt, welchen wir in unglaublichen Menge benötigten. Die Unterschiede in Geschmack, Konsistenz und Haltbarkeit zu konventiellen Produkten waren frappierend - und sind es auch heute noch. Dieses Bewusstsein und die Kenntnis über die Ideologie des Hofes, die gesamte Gemüseanbau- und Arbeitsweise sowie die stets voranschreitende Entwicklung der vergangenen Jahre und die Ideen für die kommenden Jahre, machen es mir leicht hinter dem Hof Engelhardt als solchem sowie den Produkten zu stehen.

Deine Aufgabe als Genussbeauftragter besteht unter anderem darin, das regionale Weinangebot für die Ökokiste Hof Engelhardt zu kreieren. Wie bist du dabei vorgegangen und auf welche Entdeckungen bist du besonders stolz?

Ich habe in meinem letzten gastronomischen Betrieb sehr viel Wert auf ein gutes Weinsortiment und -Angebot gelegt. Für zahlreiche große Weinverkostungen und Weinveranstaltungen für unsere Gäste habe ich in den vergangenen 10 Jahren ca. 100 verschiedene Weingüter in Württemberg besucht und unzählige derer Weine verkostet.

Einige dieser Weingüter sind bereits seit vielen Jahren und teilweise seit Jahrzehnten dem biologischen oder ökologischen Weinbau verschrieben. Viele der Weingüter haben in den vergangenen Jahren ihre Betriebsweise von konventionellem auf biologischen Weinbau umgestellt und Ihren Betrieb zertifizieren lassen. Von daher ist es mir nicht schwer gefallen für das Basis-Weinsortiment der Ökokiste tolle Weine von hervorragenden Winzern zusammen zu stellen.

Nun, stolz muss man grundsätzlich auf alle unsere Winzer sein. Sie leisten unglaublich gute Arbeit und liefern national wie auch international wettbewerbsfähige Weine ab. Besonders stolz bin ich auf die Hof eigenen Weinkreationen (Weißwein und Rotwein Cuvée), die in limitierter Flaschenzahl vom Weingut Klopfer in Großheppach abgefüllt wurden. Mit Christoph Klopfer ist die „junge, wilde Generation“ am Ruder des Weinbaubetriebes Klopfer, der erst jüngst die Zertifizierung für EcoVin erlangt hat. Und nicht zuletzt die Auszeichnung zum Jungwinzer des Jahres 2017 zeigen, welches Potential sich in dem Betrieb der Familie Klopfer und vor allem in Christoph steckt.

In der Vergangenheit war das Weinangebot bei der Ökokiste sehr groß und eher international ausgerichtet. Was wird sich da künftig mit deinem neuen Weinkonzept ändern?

Die Neuausrichtung des Weinsortiments der Ökokiste wird sich sehr auf die Regionalität konzentrieren. Das bedeutet, dass wir uns im Wesentlichen auf die Bereiche Hohenlohe, Kocher-Jagst-Tauber, Heilbronn und Unterland sowie das Remstal konzentrieren. Allein in diesen Bereichen von Württemberg, der viertgrößten Weinregion Deutschlands, gibt es sehr viele, hervorragende und hochdekorierte Bio- und Ökowinzer.

Darüber hinaus ist geplant das Weinsortiment sorgfältig zu erweitern und künftig zudem eine kleine, feine Weinauswahl aus jedem der weiteren zwölf deutschen Weinregionen anzubieten: von Baden bis zur Ahr, von der Mosel bis nach Sachsen.

Weiter kann ich mir natürlich gut vorstellen, den einen oder anderen Wein von unseren europäischen Winzernachbarn in das Sortiment zu packen.

Grundvoraussetzung für mich ist in jedem Fall der persönliche Bezug zu den einzelnen Erzeugern. Mir ist wichtig, die Weinbaubetriebe persönlich kennenzulernen, die Arbeitsweise der Winzer und deren Produkte zu hinterfragen, ein Gespür für die Menschen zu bekommen, die hinter den Weinen stehen. Nur so ist es möglich, die Emotionen zu transportieren, die hinter der Flasche Wein, dem Fass im Keller, den Trauben am Strock und dem Boden, auf welchem die Reben wachsen zu transportieren.

Was zeichnet die Bio-Winzer unserer Region deiner Meinung nach besonders aus? Was hat dich beeindruckt?

Am meisten begeistert mich mit welchem Engagement, Liebe zum Produkt und feinfühligem Umgang mit der Natur die Winzer vorgehen. Beeindruckend darüber hinaus ist, über welch unglaubliches, weitgefächertes Wissen unsere Winzer verfügen: sie sind einerseits Handwerker, Obstbauern, Geologen, Bodenkundler; zudem Önologen, Weinbereiter, Bio-Chemiker; außerdem Kaufleute, Vermarkter, Marketingmanager, Logistiker. Und, dann haben sie zudem noch mit Faktoren zu kämpfen, die nicht beeinflussbar sind, wie die Jahreszeiten und das Wetter.

Bei Bio-Winzern im Besonderen begeistert mich, dass im Einklang mit der Natur gearbeitet wird, dass verstanden wird wie schlau und selbstregulieren unsere Natur ist, wie sich Pflanzen und Tiere gegenseitig helfen, wie Vielfalt im Weinberg und im Boden dafür sorgt, dass alles im Gleichgewicht bleibt.
Bio-Winzer nutzen dies, mit dem Ergebnis, dass ihre Weine vielschichtiger, interessanter und ausgeprägter sind als konventionell erzeugte Weine.

Unsere, im internationalen Vergleich, eher kleinen Winzer haben erkannt, dass ihre Chance in hoher Qualität liegt. Und hohe Qualität braucht gesunde Böden, gesundes Rebenmaterial und eine intakte Biodiversität. Aus diesen Gründen, denke ich, werden noch mehr Winzer sich dem biologischen und ökologischen Weinbau verschreiben und ihre Weingüter zertifizieren lassen.
Das sind für uns Verbraucher doch tolle Aussichten, oder?!

 

Worauf sollte man bei der Weinauswahl achten, wenn man kein Weinkenner ist?

Grundsätzlich sollte man sich vor der Auswahl eines Weines über drei Dinge bewusst sein: Für welchen Anlass suche ich einen Wein? Trinke ich gerne einen leichten, frischen Wein oder eher einen kräftigen, gereiften Wein? Und, welche Geschmacksrichtung eines Weines liegt mir: ein trockener, ein halbtrockener oder gar ein lieblicher Wein?
Ein Blick auf das Weinetikett bietet bereits zahlreiche, wichtige Informationen, wie das Herkunftsland, die Region, den Erzeuger, die Qualitätsstufe, die Geschmacksrichtung und den Alkoholgehalt. Zudem sollte man darauf achten keinen Wein unter 4,00 Euro zu kaufen. Bei derart billigen Weinen kann man davon ausgehen, dass es sich um Massenproduktionen handelt, bei welchen häufig die Qualität auf der Strecke bleibt.

Als letzten Tipp zum Wein-Einkauf kann ich natürlich sagen, dass man mit einem Wein aus dem künftigen Sortiment der Ökokiste nichts falsch machen kann. Die Weine wurden alle hinsichtlich Qualität und Geschmack dreifach geprüft: von der amtlichen Prüfkommission der jeweiligen Weinbauregion, natürlich vom Winzer selbst und, zu guter Letzt, von uns, die den Wein für die Ökokiste ausgewählt und für lecker befunden haben.

Und zu guter Letzt kurz und knapp: Dein Lieblingswein aus dem neuen Weinprogramm der Ökokiste?

Aus dem neuen Weinprogramm der Ökokiste habe ich persönlich zwei Lieblingsweine: der „Sauvignon Blanc 2018“, vom Weingut Schnaitmann aus Fellbach, sowie den
„Vino Resisto tinto 2014“ vom Ökoweingut Stutz aus Heilbronn.

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